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Kreativität, Disziplin, Spaß und “Kulturgut”

Digitale Spiele sind Kulturgut. Das beschloss im Sommer 2008 der Deutsche Kulturrat mit der Aufnahme des Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen.

Game Design ist Kreativität, ist Ideenreichtum, ist Interesse und heißt Innovationsbereitschaft vor allem Spaß an konzeptionell-gestalterischer Arbeit für andere und mit anderen.

Wer im Bereich des Game Design tätig ist, ist entscheidender Impulsgeber und Gestalter neuer Spiele; arbeitet beispielsweise in Bereichen wie Game Arts, Game Animation oder Game Concept und entwickelt aus einer ersten Idee ein oftmals vollkommen neues Spielerlebnis. Phantasien und kreative Ideen erhalten im Bereich des Game Design erste Gestalt und werden in der Folge zu „digitalem Leben” erweckt. Als Entwickler und Gestalter sind Game Designer im Bereich von Konzeption und Visualisierung bis hin zur Animation wesentlicher Bestandteil eines jeden Entwicklerteams und entscheiden mit ihrer Kreativität und ihren Fähigkeiten maßgeblich mit, ob ein Game zum Verkaufsschlager wird.

Game Design ist aber dabei auch viel mehr als die Entwicklung von “Freizeitspielen”. Game Design entwickelt Lernsoftware für Jung und Alt, Game Design ist Impulsgeber im Bereich der animierten Visualisierung, Game Design wird zunehmend Bestandteil erfolgreicher Werbestrategien speziell im Onlinebereich, Game Design ist Ideen- und Projektlieferant in der Filmindustrie. Noch weiter ließe sich diese Liste verlängern. Game Design ist heute eine der weltweit größten Kreativ Branchen und verfügt über enorme Wachstumspotentiale.

Game Design ist somit speziell in Zeiten der immer schneller werdenden medialen Veränderungen und einer damit eng verbundenen Veränderung der Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Game Design spielt durch die dargestellten Einsatzbereiche und die Wirkungsmöglichkeiten eine nicht unwesentliche gesellschaftliche Rolle. Game Design hat somit eine gesellschaftliche Verantwortung – ebenso wie Grafik Design und Sound Design und wie auch andere kreativ gestalterische Branchen.

Ein guter Game Designer muss daher kreativ und ideenreich sein, sind Drehbuchautoren und Regisseure, soll ein technisches wie gestalterisches Verständnis mitbringen und muss sich vor allem auch für die Gesellschaft – aktuelle Entwicklungen, mögliche Entwicklungsszenarien und stattgefundene Veränderungen – interessieren. So entstehen neue Ideen und am Ende auch spannende, kreative Produkte.

Der Schüler und Student erhält Kenntnisse in den Bereichen klassische Informatik (Grundlagen, C, C++, DirectX, GLSL, OpenGL, Lua, Java u.a.), Visualisierung (3D Engine, Shader-Programmierung, Realtime Physics) sowie Spielkonsolen Entwicklung. Durch die Game-Engines stehen den Game Programming Studierenden schon während der Ausbildung Technologien zur Verfügung, die in der Entwicklerwelt tagtäglich im Einsatz sind.

Videospiele sind die umsatzstärksten Medienprodukte.

Sie sind ein Wachstumsmarkt der Zukunft mit einen großen Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften. Computerspiele sind auch zur künstlerischen Ausdrucksform einer Generation geworden. Ihre Konzeption und Produktion ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, welche von den Entwicklern zahlreiche Kompetenzen aus Disziplinen wie Gestaltung und Informatik abverlangt.